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Buchbesprechungen zum Thema Rohkost






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Bücher zum Thema "Rohkost" - Übersicht:

Die Heilkraft der Vitalernährung
Fit und agil - aber wie!?!
Roh macht froh
Von Gewichtsproblemen und anderen Leiden(schaften)



Die Heilkraft der Vital-Ernährung, Jamila Peiter: Dieses Buch war für mich der Anlass, Anfang 1991 meine Ernährung auf 100 % Rohkost umzustellen. Es stellt für mich, nachdem ich es kürzlich wieder überflogen habe, nach wie vor ein wenn nicht das Highlight in der Rohkost-Ernährung dar. Verglichen mit Helmut Wandmaker und Franz Konz schafft es die Autorin Jamila Peiter, abseits von Aggressionen und harten Angriffen auf liebevolle Art und Weise die Menschen von einer gesunden Art der Ernährung zu überzeugen. Für Jamila Peiter ist die Ernährung jedoch nur ein Zahnrad im Räderwerk der Maschinerie eines gesunden Lebens, das auch die geistige Welt miteinschliesst.

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Fit und agil - aber wie!?!, Dr. med. Karl J. Probst, Marianne Brickenkamp: Neben den üblichen Themen eines Rohkostbuches (krankheitserzeugende Nahrungs- und Genußmittel wie Nikotin, Alkohol, Kaffee, Tee, Zucker, Natriumchlorid (Salz), Fleisch, Milch, Brot und Getreideprodukte, gegartes Gemüse und Kartoffeln) geht es mit den Aussagen der Natürlichen Gesundheitslehre in der medizinischen Praxis zu den Themen Allergien, Hyperaktivität, Koronare Herzkrankheit, Chronisches Müdigkeitssyndrom, Schlafstörungen, Migräne und andere Kopfschmerzen, chronisches Oberbauchsyndrom, chronische Darmentzündung, Erkältungskrankheiten und Darmgrippe) und anderen "Krankheits"-Themen einen Schritt weiter Zusätzlich gibt es einige Beschreibungen zu Wirkungsweise und Anwendungsbereichen von den Selbstheilungsprozeß unterstützenden Therapiekonzepten, wie der Colon-Hydro-Therapie, Dauerbrause, original Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie (Prof. von Ardenne), Magnetfeldtherapie und Grundsätzliches zur ganzheitlichen Gesundung wie Natürlicher Lebensführung, Biologische Ausleitungstherapien, Fasten, Entsäuerung, Umstimmungsmassage, Bauchmassage nach Alexander Rosendorf, physikalische Therapie, Reibesitzbad, Schiele Fußbad, Kaltwassergüsse nach Kneipp, Überwärmungsbad, Sauna, Meeresalgen. Alles in allem ein sehr gutes Buch zum Einstieg für angehende Rohköstler, aber auch allgemein für Menschen, die schulmedizinisch-nebenwirkungsreicher Therapien müde sind und Verantwortung für ihr eigenes Leben übernehmen möchten.

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Roh macht froh,Sebastian Stranz: Ich bekomme öfter Bücher zugesandt, um sie zu besprechen, dies ist eines davon. Bei manchen davon fällt es mir nicht sehr leicht, und bei einigen wenigen habe ich bereits vorher den Autor oder Verlag kontaktiert, mit dem Hinweis, die Besprechung würde nicht sehr positiv ausfallen (es war mir zu eng bzw. dogmatisch) - ob sie es denn trotzdem besprochen haben möchten (was dann jeweils nicht mehr der Fall war). Auch dieses Buch habe ich zugesandt bekommen, und es fiel mir schwer, zu glauben, ein Rohkostbuch könne für mich noch viel Neues beinhalten, habe ich doch vor einigen Jahren so gut wie alles zu diesem Thema gelesen, wozu ich Zeit und Lust hatte. Doch weit gefehlt!
Ganz im Gegensatz zu dem wenig kreativen Titel überrascht der Autor mit einer differenzierten und qualifizierten Sichtweise, nach der sich manch anderer (dem in jeder Zeile seines Buches anzumerken ist, dass er zuerst mit sich selbst ins Reine kommen müsste, bevor er andere mit seinen schriftstellerischen Ergüssen belästigt) die Finger lecken könnte! Für Sebastian Stranz ist die Ernährung nicht alles, sondern ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu echter menschlicher Kultur. Und Kultur ist für ihn nicht das, was gemeinhin darunter verstanden wird - die mehr oder weniger hochwertigen Ergüsse von Künstlern und solchen, die sich dafür halten - sondern er bezeichnet damit die Pflege und Veredelung der leiblich-seelisch-geistigen Anlagen des Menschen. Und so finden sich in diesem Rohkost-Buch zunächst knapp 40 Seiten, die der Ernährung ihren Platz zuweisen, denn hier geht es um Ganzheitlichkeit im echten Wortsinn.
Dass der Autor sich auch mit seinem Handwerkszeug, der Sprache, sehr gut auskennt, zeigt er, wenn er den Patienten als "Erdulder" bezeichnet, und damit die passive Haltung vieler Menschen in Bezug auf Ihre Gesundheit anprangert, oder wenn er C. G. Jung zitiert, der das "Schicksal" des Menschen als "Machsal" beschrieb, als vom Menschen selbst erzeugt. Diese Worte führen mich zu seinen psychologischen Ausführungen, die zeigen, dass das krankhaft "positive Denken" oft zum Schaden derer ist, die es blindgläubig ausüben, und darüber vergessen, dass in ihrer (wie jeder anderen) Psyche einige "Leichen im Keller" liegen, die sie auf diese Weise dauerhaft zu verdrängen suchen.
Dieser Einklang von geistig-seelischem und körperlichem Fortschritt zieht sich durch sein gesamtes Buch, was mir sehr gut gefällt. Dazu holt er einen der Ernährungs-Pioniere, Are Waerland, hervor, dessen Lehren von manchen - vielleicht zu unrecht - hart kritisiert wurden. Dieser ließ - seinen relativ "zivilen" Ernährungsempfehlungen zum Trotz, die von Hardlinern unter den Rohköstlern oft kritisiert werden - den Weg zum noch Besseren stets offen, und öffnete damit vielleicht mehr Menschen die Tür zu einem besseren und gesünderen Leben, als es durch - für viele erst einmal inakzeptabel - harte Forderungen möglich gewesen wäre.
Alles in allem ist dieses Werk sicherlich ein Highlight im Markt der Ernährungsliteratur, das den Leser vom Einstieg bis zur "Vollendung", der leicht und mühelos gelebten 100 %igen Rohkost, begleiten kann.
Es sei noch kurz angemerkt, dass der Autor eine sehr empfehlenswerte, weil zum selbständigen Denken anregende Zeitschrift herausbringt: Lebensreform heute

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